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Studien haben weltweit erstmalig gezeigt, dass die multiparametrische MRT der Brust, also die Kombination unterschiedlicher MRT-Parameter, eine Darstellung von Schlüsselfaktoren der Krebsentstehung und dadurch eine signifikant verbesserte Brustkrebsdiagnostik erlaubt.

Die multiparametrische MRT vermeidet zwei Drittel aller bisher ‚unnötig durchgeführten Brustbiopsien‘.

Die multiparametrische MRT der Brust stellt einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung personalisierte Medizin dar.

Der renommierte Brustkrebsexperte Univ. Prof. Dr. Thomas Helbich erstellt ein auf Sie abgestimmtes Untersuchungskonzept und ermöglicht damit eine qualitätsgesicherte, verlässliche Diagnose. In einem persönlichen Gespräch werden Sie abschließend über das Untersuchungsergebnis informiert.

In der Bellaria Diagnose werden für die multiparametrische MRT-Untersuchung der Brust die entsprechenden MRT-Protokolle nach den Richtlinien der European Society of Breast Imaging (EUSOBI) angelegt.

Neben der Erfassung der Daten wird von der EUSOBI auch ein standardisiertes Befundschema vorgeschrieben (BI-RADS-Klassifikation). Bei diesem Scoring-System wird die Brust samt ihrer Umgebung nach jedem der vorgeschriebenen MRT-Parameter evaluiert und diese zu einem Gesamtscore zusammengefügt.

 

Haupteinsatzgebiete

 Die multiparametrische MRT der Brust dient zur

  • Darstellung morphologischer Veränderungen
  • Erfassung funktioneller und molekularer Informationen
  • Evaluierung von Tumorgröße, Ausdehnung und biologischer Aggressivität

 

Vorbereitung

  • Bitte lassen Sie bei Ihrer Gynäkologin / Ihrem Gynäkologen bzw. bei Ihrer Hausärztin / Ihrem Hausarzt den folgenden Laborwert bestimmen:

o   Serum-Creatinin-Wert

  • Bitte kommen Sie zwischen dem 7. und 14. Zyklustag

Die ‚Magnetröhre‘ ist innen beleuchtet, sie ist belüftet und am Kopf- und Fußende offen. Durch ein Fenster ist Sichtkontakt zu Ihnen gegeben. Sie können jederzeit über eine Gegensprechanlage oder eine Glocke mit Ihrer Assistentin / Ihrem Assistenten Kontakt aufnehmen. Das Gerät erzeugt während der Untersuchung laute Klopfgeräusche. Aus diesem Grund bekommen Sie vor der Untersuchung Ohrstöpsel oder Kopfhörer angeboten.
Wir bitten Sie, jegliche Bewegungen während der Untersuchung zu vermeiden, da diese auf den Bildern Störungen verursachen und die Auswertung / Befundung durch die Ärztin / den Arzt beeinträchtigen.

 

Was bedeutet multiparametrisch?

  • Hochauflösende T2-Bildgebung: Durch die hochaufgelöste Bildgebung wird die Anatomie der Brust und der Umgebungsstrukturen in mehreren Ebenen exakt dargestellt.
  • Diffusionsgewichtete Bildgebung: Die Diffusionsbildgebung zeigt, stark vereinfacht ausgedrückt, die Bewegung der Wassermoleküle im Gewebe. Im Tumorgewebe ist unter anderem durch die erhöhte Zelldichte die Beweglichkeit der Wassermoleküle eingeschränkt und die Bildgebung zeigt hier die Unterschiede zum normalen Gewebe an. Das Ausmaß der Diffusionseinschränkung lässt sich berechnen und wird in Form von Parameterkarten dargestellt.
  • Perfusionsbildgebung: Die Anflutung des Kontrastmittels im Gewebe hängt unter anderem von der Beschaffenheit der kleinsten Tumorgefäße ab. Im Tumorgewebe entstehen unkontrolliert neue Gefäße und der Tumor ist aufgrund seines erhöhten Nährstoffbedarfs stark durchblutet. Die Verteilung des Kontrastmittels im Gewebe über die Zeit von ca. fünf Minuten hinweg lässt Rückschlüsse auf mögliches Tumorgewebe zu.

 

Warum sollten Sie sich untersuchen lassen?

  • Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, steigt mit dem Alter an und frühe Krebsstadien sind gut behandelbar.
  • Das Brustkarzinom kann lange Zeit ohne Symptome wachsen – die Bildgebung hilft, den Krebs zu finden.
  • Ein verdächtiger Befund in der MRT kann gezielt punktiert werden und erhöht die Trefferquote der Biopsie.
  • Wenn in der MRT keine verdächtige Veränderung erhoben wird, so liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit kein höhergradig aggressiver und damit relevanter Krebs vor.
  • Die MRT liefert wertvolle Informationen für Ihre individuelle Therapieplanung.
  • Die MRT kommt ohne potenziell schädliche Röntgenstrahlung aus. Der MRT arbeitet nur mit einem starken Magnetfeld und Hochfrequenzimpulsen – daher ist die Methode ideal geeignet für jüngere Patienten und für regelmäßige Kontrolluntersuchungen.