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Die Fetal-MRT ist die neueste und derzeit genaueste Methode zur bildlichen Darstellung des sich entwickelnden Kindes. Diese Technik erlaubt eine detailgetreue Beurteilung des Fetus, ohne das Kind zu schädigen.

Assoz. Prof. Dr. Gregor Kasprian, weltweit bekannter und anerkannter Experte im Bereich fetale MR-Bildgebung, steht Ihnen in der ‚Bellaria-Diagnose‘ als Konsiliarfacharzt zur Verfügung.

Ein gesundes, sich gut entwickelndes Kind ist der Wunsch jeder Mutter. In Österreich ist die Organscreening-Untersuchung mittels Ultraschall beim Gynäkologen / bei der Gynäkologin zwischen der 18. und 22. Schwangerschaftswoche verpflichtend. Dabei werden manchmal Auffälligkeiten gefunden, die zu Verunsicherung führen und eine weitere Abklärung notwendig machen. Die Fetal-MRT ist eine sehr genaue und qualitativ hochwertige diagnostische Hilfe, um unklare Befunde oder Unsicherheiten, die im Rahmen des Organscreenings aufgetreten sind, abzuklären. Die fetale Bilddiagnostik liefert auch wichtige Informationen zur Therapie und Geburtsplanung.
 

Haupteinsatzgebiete

(in Anlehnung an die internationalen und US-amerikanischen Empfehlungen – http://www.guideline.gov/content.aspx?id=32509)

  1. Wenn die Resultate des Ultraschall-Organscreenings unklar/ unsicher sind oder eine Auffälligkeit beschrieben wurde, die nicht näher charakterisiert werden kann. Dies ist vor allem erforderlich, wenn genauere Informationen zur Beurteilung der Prognose oder zum Planen der Therapie und Geburt vorliegen sollen. Wenn die Untersuchungsqualität beim Ultraschall durch Adipositas, verminderte Fruchtwassermenge oder ein fortgeschrittenes Schwangerschaftsalter zu wünschen übrig lässt, sollte in jedem Fall eine zusätzliche Fetal-MR-Abklärung erfolgen.

  2. Wenn im Rahmen der Ultraschalluntersuchung Auffälligkeiten zutage getreten sind und der behandelnde Arzt / die behandelnde Ärztin MR-spezifische Informationen für weitere Therapieentscheidungen benötigt. Die Bestimmung der Lungengröße des Kindes ist beispielsweise hilfreich zur Einschätzung der Anpassung des Kindes nach der Geburt.

  3. Wenn eine erbliche Belastung oder eine bestehende angeborene Krankheit in der Familie vorliegt, sodass das Kind ein erhöhtes Risiko trägt, auch an dieser Krankheit zu leiden. Dies gilt auch für jene Fälle, bei denen kein auffälliger Befund im Ultraschall beschrieben wurde. Auch im Rahmen sogenannter Risikoschwangerschaften ist eine MRT-Abklärung anzuraten (z.B. Zwillingsschwangerschaften, Plazentastörungen).

Folgende kindliche Körperregionen und Fragestellungen werden typischerweise mit der Fetal-MRT abgeklärt:

Hirn und Rückenmark:

  • Angeborene Hirnfehlbildungen
  • Ventrikulomegalie: Erweiterung der Hirnräume/ Ventrikel um mehr als 10 mm
  • Fehlender Balken/ Corpus callosum
  • Fehlbildungen der hinteren Schädelgrube, Megacisterna magna
  • Neuralrohrdefekte („Spina bifida“) und Chiari-Fehlbildung Typ II
  • Verdacht auf Hirninfarkt (z.B. bei fetofetalem Transfusionssyndrom)

Gesicht, Hals:

  • Lippen-/ Kiefer-/ Gaumenspalten
  • Hämangiome, Lymphangiome, Teratome

Brustkorb:

  • Jegliche Formen von Lungenhypoplasie (zu kleine Lungen) – bei vorzeitigem Blasensprung, Skelettfehlbildungen etc.
  • Angeborene Zwerchfellhernie
  • Angeborene zystisch adenomatoide Malformation der Lunge, bronchogene Zysten
  • Pleuraergüsse
  • Quantitative Angaben zum Lungenvolumen helfen bei der Einschätzung einer eventuellen Gefährdung des Kindes (Atemprobleme) nach der Geburt

Abdomen:

  • Zysten jeglicher Art
  • Tumore, Sakrococcygeale Teratome, Nieren- und Lebertumore
  • Darmfehlbildungen – hyperechogene Darmschlingen
  • Fehlbildungen der Genitalien und/ oder der Nieren
  • Verdacht auf Ösophagusatresie, Darmatresie, Analatresie

Plazenta und mütterliches Risikoprofil::

  • Ergänzende Diagnostik der Größe, Form und Lage der Plazenta
  • Beurteilung von Plazentapathologien bei Risikoschwangerschaften (Gestationsdiabetes, Zwillingsschwangerschaften, intrauterine Wachstumsretardierung)
  • Ergänzende Untersuchung bei Placenta praevia, accreta, increta, percreta
  • Positive Familienanamnese für familiäre genetische Syndrome, Anamnese unklarer Aborte
  • Risikoschwangerschaft aufgrund einer chronischen Erkrankung der Mutter

 

Fragen und Antworten

Zu welchem Zeitpunkt soll/ kann man eine Fetal-MRT-Untersuchung durchführen?
Die Fetal-MRT-Untersuchung kann ab der 18. Schwangerschaftswoche sinnvoll durchgeführt werden. Je größer das Kind ist, desto genauer wird die Diagnostik. Sollte sich im Rahmen einer MRT-Untersuchung vor der 24. Schwangerschaftswoche ein unklarer Befund ergeben, so kann die Untersuchung jederzeit wiederholt werden.

Welche Vorbereitung ist notwendig?
Unmittelbar vor der Untersuchung sollten koffeinhaltige Getränke wie Kaffee oder Coca Cola und Speisen gemieden werden, da sich das Kind sonst während der Untersuchung stark bewegt.

Wird bei der Untersuchung ein Kontrastmittel oder Medikament verabreicht?
Im Rahmen der Fetal-MRT-Untersuchung wird kein Kontrastmittel oder Medikament, wie zum Beispiel ein Beruhigungsmittel, verabreicht, da dessen Wirkung auf das Kind derzeit nicht abzuschätzen ist.

Bei welchen Frauen darf keine fetale MRT-Untersuchung durchgeführt werden?
Wenn Sie Trägerin eines Herzschrittmachers, Vagusnervstimulators, Cochlea-Implantates oder eines anderen elektronisch gesteuerten Implantates sind, kann die Untersuchung nicht durchgeführt werden.
In folgenden Situationen wird im Vorfeld oder vor Ort entschieden, ob die Untersuchung möglich ist:

  • Wenn Sie unter Klaustrophobie leiden. Viele Frauen, die sich vor der Enge in der Untersuchungsröhre fürchten, stellen während des Vorgangs fest, dass diese nicht so schlimm ist. Familienmitglieder können bei der Untersuchung im Scanner anwesend sein und die Patientin unterstützen.
  • Wenn Sie Trägerin eines metallischen Implantates sind. Dies kann im Vorfeld abgeklärt werden, bitte nennen Sie uns dazu die in Ihrem Implantat-Pass aufgeführten Details.

 

 

Zurzeit gibt es keine Hinweise auf schädigende Effekte eines 1.5 Tesla MRT auf das sich entwickelnde Kind oder die Mutter. Die Empfehlungen des American College of Radiology sehen vor, dass, wenn die Fragestellung durch die untersuchenden RadiologInnen geprüft wurde und die möglichen Untersuchungsergebnisse als relevant angesehen werden, eine fetale MRT-Untersuchung durchgeführt werden kann.

Nachteile der Fetal-MR-Untersuchung:

 

  • Schwangerschaftsalter unter 18 Schwangerschaftswochen (die Ortsauflösung der MRT ist zu dieser Zeit noch zu ungenau)
  • Ungenaue Beurteilung des Herzens (kann mittels Ultraschall besser erfasst werden)
  • Limitierte Beurteilung von Skelettfehlbildungen (können mittels Ultraschall besser beurteilt werden)